Mit den im Supermarkt besorgten Pilgerfreuden machen wir es uns am Fuße der Brücke auf einer Bank im erträglichen Halbschatten gemütlich.

Es gibt Weintrauben und tinto verano. Wir sprechen über das erlebte und über die nächste Etappe.

Ich bin total geflasht von der Brücke. Sie strahlt eine gewisse Ruhe und Beständigkeit auf mich aus. Wir essen und trinken während der Fluss vorbei zieht…

Anika stößt zu uns und bekommt natürlich von unseren Genussmitteln etwas ab. Auch sie berichtet von ihren Eindrücken. Viel mehr aber von ihrem Misstrauen, wir seien gar nicht zu Fuß in Puente la Reina angekommen. Man muss wissen, dass Anika sehr ehrgeizig zu sein scheint und so kann es ja nicht sein, das wir alten Flachlandindianer vor ihr angekommen sind, obwohl sie nur 30 Minuten später als wir in Pamplona aufbrach. Für gewöhnlich sind wir auch sehr gemütlich unterwegs. Heute aber haben wir richtig Gas in die Sohle gedrückt und wenig Pausen gemacht.

Den Beweis, dass wir wirklich zu Fuß unterwegs waren erbrachten wir schließlich mit der Fotoserie der Etappe…😁

Neben Anika ist auch Birgit wieder da. Wir freuen uns, dass auch sie da ist. Langsam kommt die Camino-Familie wieder zusammen. Bis auf Paula und Jim.

Zwei Frauen schlendern vorbei und bleiben kurz stehen. Karo und Hella. Karo gesellt sich zu uns und wir haben einen wirklich netten Abend am Fluss. Wir verabreden uns später zum gemeinsamen Abendessen.

Der Abend wird lang und sehr lustig. Wir haben ein Restaurant am Platz der Stadt aufgetan. Anika verabschiedet sich relativ früh gegen 22 Uhr, da sie einige Blessuren zu kurieren hatte.