Neben dem großartigen Abend gestern kommen wir auch zur Überzeugung, dass die nächste Etappe nach Estella landschaftlich nicht so schön sein wird und wir daher den Bus von Puente la Reina nach Estella nehmen.
Ich kaufe beim Fahrer zwei Tickets nach Estella. Wir nehmen Platz.
Die Fahrt ist nicht wirklich spannend, neben der Schnellstraße sehen wir die bekannten Rucksacktierchen laufen. Wir schauen uns ohne Worte an und scheinen beide sagen zu wollen: „Alles richtig gemacht.“
Die Einfahrt nach Estella ist ernüchternd. An sich stellen wir auch fest, dass die Stadt ihrem Beinamen „La Bella“ nicht gerecht wird. Sehr großer und industrieller Ort.
In Estella treffen wir später unsere Mitpilger wieder. Alle erzählen uns getrennt und unabhängig, dass die Strecke überhaupt nicht schön gewesen sei. Nochmal alles richtig gemacht. Obwohl das Pilgerfeeling sich ein bisschen von uns wendet.
Wir besuchen den örtlichen Supermarkt und werden beim Durchqueren eines Kreisverkehrs von zwei älteren Damen mit ¡Hola chicos! förmlich angebrüllt. Zunächst reagieren wir nicht, da wir nicht davon ausgehen man könnte uns meinen. Dann jedoch kommt uns eine dritte Dame nachgelaufen – woher die auch plötzlich kam – und will uns den rechten Weg weisen. Wir geben zu verstehen, dass wir uns nicht verlaufen hätten und lediglich in den Supermarkt da vorne wollen. Puh, das ging ja mal noch gerade gut. Wer weiß was alles passiert bei so viel Aufregung.
Im Supermarkt finden wir ein paar Kleinigkeiten und machen uns davon wenig später in einem Park ein gemütliches Picknick. So ein bisschen Pilgerfeeling kommt wieder zurück.
Randnotiz: Manu hat vom Busfahren eine weitere Blase bekommen! Wie geht das? 😅
