11. April 2017 13:15 Uhr: Welch ein beschauliches, nettes Dörfchen! (Bis auf die Kirche. Dazu später mehr.)
Es ist knapp sechseinhalb Stunden her, dass wir in Pamplona gestartet sind.

Zuvor mussten wir mal wieder einen Berg besteigen; den Alto del Perdón und gelangten somit auf 734 Meter Höhe. Es ist sehr windig, scheinbar oft genug, so dass dieser Ort nicht nur zum Quälen der Pilger dient sondern auch zur Stromerzeugung genutzt wird. Hier stehen 40 riesige Windräder auf dem Kamm.

Die eiserne Skulptur eines Pilgerzugs, die von der navarrischen Wasserkraft- und Windanlagengesellschaft gestiftet wurde, die die Windräder auf der Sierra del Perdón betreibt, wird natürlich fotografiert. Die spanische Inschrift heißt zu Deutsch: Wo sich der Sternenweg mit dem Weg des Windes kreuzt.


Aufgrund des starken Windes (und Sterne sind auch gerade keine zu sehen) hält uns hier oben wenig und wir machen uns auf den weiteren Weg nach Puente la Reina.
Doch bis wir endlich unser Tagesziel erreichen, will uns irgendjemand oder irgendetwas auf eine mächtige Geduldsprobe stellen. Der Weg vom Alto del Perdón führt steil über durch Regen ausgewaschenes und loses Geröll.
Wir dachten der Abstieg nach Zubiri sei nicht mehr zu steigern…
Als wir den Ortseingang schließlich erreichen lassen wir uns in der ersten Herberge nieder. Das Zimmer ist sauber, aber im wenig stimmungsvollen Keller des Hauses gelegen. Egal, wir sind froh endlich und völlig erschöpft angekommen zu sein und stürmen abermals die Dusche, waschen unsere Klamotten und hängen sie im Zimmer auf.
Wir machen uns danach auf den Weg in die Stadt.

Ich verweile etwas länger als Manu in der örtlichen Kirche Parroquia de Santiago y San Pedro. Eine solch gruselige und düster wirkende Kirche habe ich bisher wirklich noch nie gesehen! Die Darstellung von Gewallt und Folter kannte ich in der Form in einem Gotteshaus bisher nicht. Der Ort ist in Totenstille gehüllt. Kein Geräusch wird reflektiert – einfach nichts! Es ist zudem sehr kalt. Ich mache ein Foto und gehe mit beklemmend seltsamen Gefühl aus dem Gebäude – umdrehen mag ich mich nicht…

Draußen gehen mir seltsame Gedanken zum Mittelalter durch den Kopf. Zum Glück scheint die Sonne mit aller Kraft unaufhörlich und ich finde andere Gedanken…
In einem nahegelegenen Supermarkt besorgen wir uns ein paar „Pilgerfreuden“, die wir später noch mit einer neuen Bekanntschaft teilen werden.

Puente de la Reina
11. April 2017 13:15 Uhr: Welch ein beschaulich nettes Dörfchen! Bis auf die Kirche. Dazu später mehr.
Es ist knapp sechseinhalb Stunden her, dass wir in Pamplona gestartet sind.
Zuvor mussten wir mal wieder einen Berg besteigen; den Alto del Perdón (Berg der Läuterung) und gelangten somit auf 734 Meter Höhe. Es ist sehr windig, scheinbar oft genug, so dass dieser Ort nicht nur zum Quälen der Pilger dient sondern auch zur Stromerzeugung genutzt wird. Hier stehen 40 riesige Windräder auf dem Kamm.
Die eiserne Skulptur eines Pilgerzugs, die von der navarrischen Wasserkraft- und Windanlagengesellschaft gestiftet wurde, die die Windräder auf der Sierra del Perdón betreibt, wird natürlich fotografiert. Die spanische Inschrift heißt zu Deutsch: Wo sich der Sternenweg mit dem Weg des Windes kreuzt.
Aufgrund des starken Windes (und Sterne sind auch gerade keine zu sehen) hält uns hier oben wenig und wir machen uns auf den weiteren Weg nach Puente la Reina.
Doch bis wir endlich unser Tagesziel erreichen, will uns irgendjemand oder irgendetwas auf eine mächtige Geduldsprobe stellen. Der Weg vom Alto del Perdón führt steil über durch Regen ausgewaschenes und loses Geröll.
Wir dachten der Abstieg nach Zubiri sei nicht mehr zu steigern…
Als wir den Ortseingang schließlich erreichen lassen wir uns in der ersten Herberge nieder. Das Zimmer ist sauber, aber im wenig stimmungsvollen Keller des Hauses gelegen. Egal, wir sind froh endlich und völlig erschöpft angekommen zu sein und stürmen abermals die Dusche, waschen geduldig unsere Klamotten und hängen sie im Zimmer auf.
Wir machen uns danach auf den Weg in die Stadt.
Ich verweile etwas länger als Manu in der örtlichen Kirche Parroquia de Santiago y San Pedro. Eine solch gruselige und düster wirkende Kirche habe ich bisher wirklich noch nie gesehen! Die Darstellung von Gewallt und Folter kannte ich in der Form in einem Gotteshaus bisher nicht. Der Ort ist in Totenstille gehüllt. Kein Geräusch wird reflektiert – einfach nichts! Es ist zudem sehr kalt. Ich mache ein Foto und gehe mit beklemmend seltsamen Gefühl aus dem Gebäude – umdrehen mag ich mich nicht…
Draußen gehen mir seltsame Gedanken zum Mittelalter durch den Kopf. Zum Glück scheint die Sonne mit aller Kraft unaufhörlich und ich finde andere Gedanken…
In einem nahegelegenen Supermarkt besorgen wir uns ein paar „Pilgerfreuden“, die wir später noch mit einer neuen Bekanntschaft teilen werden.