Es sind unsere letzten Kilometer! Heute erreichen wir Santiago de Compostela. Und wer glaubt die Strecke wird immer einfacher, der wird hier nochmal davon überzeugt, dass Erwartungen etwas ganz falsches auf dem Camino sind.

Die ersten Schritte der letzen Etappe sind noch einfach, dann folgt aber kurze Zeit später ein steiler und langer Anstieg. Lohn des Anstiegs ist dieses Mal der Monte de Gozo (Berg der Freude). Auf einer Tafel lese ich, dass der Name sich auf das große Glücksgefühl bezieht, das die Pilger erfüllte, als sie nach all den Strapazen endlich das ersehnte Pilgerziel Santiago de Compostela vor sich sahen. Ich bin eher nicht glücklich, bedeutet es doch das baldige Ende dieses Abenteuers. Zudem stehen hier schon wieder Trauben von Touristengruppen völlig orientierungslos in der Gegend rum.

An der kleinen Kapelle hier oben besorgen wir uns einen Stempel für unser Credential.

Monte de Gozo

 

 

Das Ortsschild von Santiago de Compostela ist relativ schnell erreicht. Der Weg in der Stadt ist laut und hektisch.

Fast am Ziel

 

Santiago

 

am Ziel

 

Santiago

 

Es ist ein schwer beschreibbares Gefühl dort zu sein, wo die Wegmarkierungen die ganze Reise über hin verwiesen.

Jetzt gibt es keine Hinweise mehr. Keine gelben Pfeile. Keine Muscheln. Und jetzt?

Wir sind angekommen.