Zugegeben ist es uns hier zu laut und voll. Ansich ist die Stadt ganz interessant und schön. 

Vor allem die Kathedrale. Sie ist wirklich sehr imposant und wir entscheiden uns pro Person 6 Euro in die Hand zu nehmen und das Gebäude von innen zu bestaunen. 

Es gibt für Pilger weder einen Stempel für den Credential noch eine Ermäßigung auf den Eintritt. Wir finden dafür aber einen Spendenterminal, der sogar Kreditkarten akzeptiert. Skurril!

Wir so als Deutsche in Spanien haben es wirklich nicht leicht. Uns plagt seit einigen Stunden der Hunger. Jedes Restaurant hat aber entweder keinen Platz mehr, ist geschlossen oder die Küche ist erst ab 20 Uhr wieder offen. Wir laufen einen beispiellosen Parcours in León ab und dementsprechend verrinnt auch die Zeit. Schließlich finden wir ein nettes Fleckchen. Warten müssen wir dennoch bis die Küche öffnet. Das ist uns nun inzwischen auch völlig egal. Hauptsache wir haben einen Platz und bestellen uns erstmal etwas zu trinken. Der Kellner nimmt freundlicherweise unsere Bestellung schon einmal entgegen. Es soll heute Pizza und Lasagne geben. Am Nebentisch sitzen Amerikaner, die ebenfalls ungeduldig auf die Uhr schauen. Es ist 20 vor 8 abends. 30 Minuten später bekommen wir endlich etwas in unsere leeren Mägen. Der Wein darin ist zwischenzeitlich eine Etage höher, in den Kopf, umgezogen. Wir sind glücklich, aus beiderlei Gründen. 😇

Wir genießen den Abend und machen uns für Pilgerverhältnisse relativ spät auf den Weg ins Bett und zuvor noch einen Schlenker an der Kathedrale von León vorbei.